Emma Sommerfeld – wer ist denn das?

emma privat

Kurz gesagt

Die großen Bereiche in meiner Biografie bilden das Schreiben auf der einen Seite und der Sozial- und Gesundheitsbereich auf der anderen. Das mag auf den ersten Blick unvereinbar aussehen, ist es aber nicht. Mit Alten- und Krankenpflege habe ich mein Studium der Germanistik und Geschichte finanziert, bei einer Gesundheitsorganisation als PR-Referentin gearbeitet, im Sozialbereich Kinder mit Lernbehinderungen und arbeitslose Jugendliche unterrichtet. Und ich habe sehr viel geschrieben, unter anderem Arztromane. Diese Erfahrungswelten bilden ein harmonisches Ganzes: Im Umgang mit alten oder kranken Menschen, in der Arbeit mit Kindern und jungen Erwachsenen in besonderen Bildungssituationen habe ich gelernt zuzuhören, auf Menschen einzugehen und ihre individuellen Bedürfnisse zu entdecken. Das kommt mir als Lektorin und Schreibcoach zugute, hier liegen meine Stärke und meine Besonderheit. Hinter der Arbeit mit Texten steckt nämlich eigentlich die Zusammenarbeit mit dem Menschen.

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Mut bedeutet für mich, mal „Out of the box“ zu denken: Ich bin keine gute Schwimmern. An der australischen Pazifikküste zu schnorcheln hätte ich mir nie träumen lassen. Bis ich es machte.

Ich biete den Klassiker: Mit vier Jahren konnte ich lesen und schreiben, hatte in der Schule (meistens) den besten Aufsatz und in der Oberstufe Deutsch als Leistungskurs. Als ich Kunst nicht als zweites Fach wählen konnte, kam ich zum ersten Mal ins Schleudern, denn abgesehen von diesen beiden Bereichen waren meine Interessen überschaubar.

So hatte ich nach dem Abitur auch noch nicht wirklich einen Plan, um Kunst oder Journalismus zu studieren, fehlte mir der Mut. Prompt landete ich in Kiel und auf der Fachhochschule für Verwaltung. Dass das ein Fehlgriff war, merkte ich sofort. Aber ich hielt durch und machte das Examen. Was ich damals nicht ahnen konnte: Das ungeliebte Studium würde mir in meiner Selbstständigkeit noch gute Dienste leisten – Rechtsfragen sind ständige Begleiter einer freiberuflichen Existenz. Und es machte mich mutig: wenn ich geschafft habe, was mir so überhaupt nicht liegt, dann kann ich noch ganz andere Dinge schaffen!.

Studieren, jobben, reisen – und schreiben!

Heidelbergs Student*inn*enzeitung wurde dann bald in „Ruprecht“ umbenannt und hat einige namhafte Journalisten und Buchautoren hervorgebracht.

Ich wollte immer noch studieren – was „Richtiges“ – und arbeitete erstmal in einer Hamburger Sozialstation. Und stellte überrascht fest, dass ich gut mit Menschen und ihren ganz persönlichen Bedürfnissen umgehen kann. Und dass sich Wochenend- und Abenddienste gut mit einem Studium vereinbaren lassen. Ich belegte also einen Kurs in häuslicher Krankenpflege und immatrikulierte mich für Germanistik und Geschichte.

Mit 24 Jahren zog ich dafür in die klassischste aller Universitätsstädte, nach Heidelberg, mitten in die Altstadt, so dass ich, wenn ich mich ein bisschen aus dem Fenster reckte, das Schloss sehen konnte. Ich lernte Latein und ein bisschen Altgriechisch, entdeckte mit Marco Polo, Kolumbus und vielen weit weniger bekannten reiselustigen Frauen mittelalterliche Welten und arbeitete nebenher im Pflegebereich und später auch noch als wissenschaftliche Hilfskraft. Aber ich war auch an der Student*inn*enzeitung beteiligt, schrieb die ersten Pressetexte und Zeitschriftenartikel für diverse Magazine, bereiste Europa, USA und Australien, machte das Magisterexamen, fing eine Doktorarbeit an – und gründete eine Familie. Und damit kam ich zum hauptberuflichen Schreiben.

Autorin, Lektorin, Übersetzerin, Pressefrau …

Ich schrieb ein paar kleine Geschichten, schickte sie an diverse Verlage – und wurde quasi über Nacht Autorin von Zeitschriften- und Heftromanen. Ein Glückstreffer für eine junge Mutter mit kleinen Kindern! Dafür legte ich sogar die Doktorarbeit auf Eis (da liegt sie übrigens heute noch – aber wer braucht schon eine promovierte Mediävistin?). Unter diversen Verlagspseudonymen schrieb ich hunderte von Geschichten, die meisten für den Bastei-Verlag, wo ich mehrere Jahre federführend war beim „Bergdoktor“, erledigte Lektoratsaufträge, und als ich gefragt wurde, ob ich wohl Bücher aus dem Englischen übersetzen könnte, sagte ich sofort zu. Das mache ich übrigens mittlerweile seit mehr als 25 Jahren. Alles. Bis auf die Heftromane, damit war ich irgendwann fertig.

Damit das nicht zu einseitig wurde, engagierte ich mich immer wieder in verschiedenen Projekten. So war ich PR-Referentin bei einer europaweit agierenden Gesundheitsorganisation, unterrichtete arbeitslose Jugendliche und Kinder mit Lernschwierigkeiten in Deutsch, Geschichte und Politik und lernte an der Uni Mainz, wie man Drehbücher schreibt.

Meine liebsten Themen: Menschen und ihre Geschichten

Bis heute interessieren mich vor allem Menschen und ihre ganz persönlichen Geschichten. Sie zu entdecken, das macht den Reiz meiner Arbeit aus, und das ist die Triebkraft in meinen Büchern, im Podcast, als Schreibcoach und als Lektorin.

Ich arbeite mit Menschen, nicht mit Texten – dieser Satz findet sich an verschiedenen Stellen auf dieser Website. So sehe ich meine Arbeit. Wenn ich Autoren oder Autorinnen begegne, die sich kreativ weiterentwickeln wollen und bereit sind, mit mir zusammen den Weg zu ihrem bestmöglichen Ausdruck zu gehen und mir ihr Herzensprojekt anvertrauen, damit wir gemeinsam tief einsteigen können in den Entstehungsprozess eines richtig guten Buchs – dann ist das der perfekte Moment in meiner Arbeit. Schreibcoaching, Lektorat, der Umgang mit Sprache und Manuskripten, das ist eben nicht nur mein Beruf, sondern ein Teil meines Lebens.

Du hast Fragen? Dann schreib mir direkt an emma.b.sommerfeld@gmail.com oder über dieses Kontaktformular:

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