„Weil du es bist“ – Roman von Sabine Nagel

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Heute stelle ich hier eines der schönsten Bücher vor, die ich in der letzten Zeit gelesen habe – selbst gekauft übrigens, und wenn dieser Beitrag Spuren von Werbung enthält, dann weil das Buch es verdient hat! 

Worum geht es?
Sascha findet nach einem Unfall nur langsam wieder zurück ins Leben, das definitiv anders verlaufen wird als gedacht. Als er Fredi kennenlernt, fühlt er sich noch nicht bereit für eine Beziehung, doch der Wunsch der beiden, zusammen zu sein, ist stärker als alle Bedenken.
Wie viel Zeit sie tatsächlich brauchen, und ob es ihnen überhaupt gelingt, so etwas wie eine gemeinsame Zukunft aufzubauen, das zeigt ganz wunderbar Sabine Nagel Sabine Nagel in ihrem Roman „Weil du es bist“.
Die Geschichte von Sascha und Fredi wird aus Fredis Sicht in der Gegenwartsform erzählt, und zusammen mit der Art, wie erzählt wird, entsteht eine solche Nähe, dass ich das Buch zwischendurch aus der Hand legen musste, weil die Emotionen und Situationen so intensiv wirkten, dass ich mich als Leserin in die Handlung hineingezogen fühlte und irgendwann mal Abstand brauchte. Aber wenn es einer Autorin gelingt, ihre Leserschaft so in den Bann zu ziehen, dann hat sie wirklich etwas ganz Feines geschrieben.
Abgesehen davon fand ich es faszinierend, dass die Protagonisten Anfang zwanzig sind – womit ich ja denkbar weit weg bin von der Zielgruppe, die vorrangig als New Adult oder jugendlich definiert wird – aber mir schienen die Probleme, mit denen die beiden hier zu kämpfen haben, gar nicht ausschließlich typisch für die berühmte „erste Liebe“ zu sein, sondern sie begegnen einem durchaus auch später im Leben, wenn sich durch Unfall oder Krankheit vieles verändert, nicht nur die Lebenssituation, sondern auch Teile der Persönlichkeit und damit auch die Paarbeziehung – oder Familienstruktur. Von mir jedenfalls eine ganz dicke Leseempfehlung – fünf große Kekse und eine Tasse Tee dazu (die wäre dann gleichzusetzen mit einem Sternchen) 🍪🍪🍪🍪🍪☕  

2 Kommentare zu „„Weil du es bist“ – Roman von Sabine Nagel“

    1. Das ist wirklich, wirklich ein tolles Buch. Ich bin darauf nur zufällig gestoßen, durch eine Empfehlung auf Instagram, aber das war für mich eine der Entdeckungen des Jahres 2020. Und ein schönes Beispiel dafür, wie Erzählperspektive und Zeit wirken können.

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